Manipula, que alguna cosa queda...

Original post and comments at The Berlin Chronicles


L'Arsvirtualis viu a Colònia des de fa ja alguns anys, i ja fa força mesos que ens llegim mútuament. En un comentari que ha deixat a la crònica anterior, ella comenta la publicació d'un article al diari de Colònia Kölner Stadt-Anzeiger, concretament a la secció de Cultura, on Ralph Schulze firma un article incendiari en relació amb la participació de la cultura catalana a la Fira del Llibre de Frankfurt, que s'inaugura la setmana vinent. L'Ars explica en el seu bloc que Schulze es el corresponsal del diari a Madrid. Entenc que ella deu llegir aquest diari més o menys sovint, per ser de "la seva ciutat" i, per tant, en coneix la línia informativa tant del periòdic com del periodista en qüestió.

Sóc conscient que penjar un article en alemany és poc productiu per a la majoria de lectors d'aquest bloc, però honestament, traduir-lo és una currada que m'estalviaré. Sí que en resumiré, però, el més destacat:


1. D'entrada, tot i tractar-se d'un article dedicat a la Fira de Frankfurt i la participació d'escriptors en català, és sospitós de possible intencionalitat maliciosa el fet que el títol sigui "Nosaltres no som Espanya" i que les primeres línies de l'article facin referència a la crema d'imatges del profeta (o era el rei d'Ecspanya?) a Girona. Pel que sembla, una fotografia que gairebé podria haver estat extreta d'unes imatges de kale borroka al País Basc il·lustra l'article en la seva edició en paper. Una mostra de periodisme manipulador, per començar. Bravo, Herr Schulze!


2. "Amb ganes de provocar es presenta la cultura catalana a la Fira de Frankfurt...". Així comença el paràgraf dedicat, ara sí, al tema que interessa. Jo crec que a aquestes alçades ja se li està veient el llautó, a l'amic. Però n'hi ha més: "Només s'han convidat autors que escriuen en català", afirma. Llastima que sigui tan tendenciós que no hagi fet referència a les notícies que explicaven que alguns autors catalans en llengua castellana havien decidit donar protagonisme al català, sabedors que el castellà te molta més força a nivell internacional. Bravo altre cop, Herr Schulze!


3. Però l'article té una perla, aquesta: "Man kann heute in Katalonien ohne Katalanischkenntnisse weder arbeiten noch studieren". Literalment: "Avui dia, a Catalunya no es pot ni treballar ni estudiar sense saber el català". Perdó?? Però es pot saber quan ha estat aquest terrorista de la ploma a Catalunya, treballant o estudiant??


Vaig dir-me a mi mateix que aprofitaria l'estada a Berlin per desintoxicar-me i respirar una mica d'àire fresc, però sembla que fins a Alemanya em persegueixen les teories conspiratives de copes, pps i altres elements similars. SOS!!


„Wir sind nicht Spanien“


„Die Katalanen haben keinen König“, brüllten Demonstranten dieser Tage in der katalanischen Stadt Girona. Sie verbrannten Bilder des spanischen Staatsoberhaupts Juan Carlos I., der sich zur Eröffnung eines Wissenschaftszentrums in der Stadt befand. Repräsentanten Spaniens haben es schwer in der eigenwilligen nordöstlichen Mittelmeerregion „Catalunya“, die gerne mit separatistisch angehauchten Kampfrufen den Rest des Königreichs zur Weißglut bringt: „Katalonien ist nicht Spanien“, heißt es stichelnd. Oder: „Wir sind eine eigene Nation.“

Mit ähnlicher Lust zur Provokation präsentiert sich die katalanischsprachige Welt als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse, die am 9. Oktober eröffnet wird. Nur Autoren, die auf katalanisch schreiben, wurden ins offizielle Gastprogramm aufgenommen, um diese kleine Kultur auf der weltgrößten Literaturmesse zu präsentieren. Diese sprachliche Abgrenzung dessen, was seitens der Regionalregierung als „einzigartige und universelle“ Literatur Kataloniens präsentiert wird, sorgt schon vor der Eröffnung der Buchmesse für Krach. „Die katalanische Literatur wird nur mit der Hälfte seiner besten Autoren in Frankfurt sein“, klagt Spaniens größte Tageszeitung „El Pais“. Oder sogar mit weniger als der Hälfte: Die meisten katalanischen Gegenwartsautoren, die sich heute auf dem internationalen Markt behaupten, schreiben auf Spanisch. Allen voran der in der katalanischen Hauptstadt Barcelona verwurzelte Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafon („Der Schatten des Windes“). Dass Zafon und andere „spanische“ Katalanen wie etwa Eduardo Mendoza, („Die Stadt der Wunder“) trotzdem auf der Messe mit ihren Werken präsent sind, ist vor allem jenen deutschen Verlagen zu verdanken, die schon länger auf diese katalanisch-spanischen Autoren setzen.

Dieser eigenartige Sprach-Separatismus der Gastregion wirkt umso verwunderlicher, als es in Katalonien offiziell zwei Amtssprachen gibt: Katalanisch und eben Spanisch - auch wenn in Behörden, Schulen und auf der Straße die katalanische Sprache dominiert, nicht zuletzt weil die Regionalregierung mit ausufernden Quotengesetzen und millionenschwerer Förderung dem Katalanischen Vorrang einräumt. Ergebnis: Man kann heute in Katalonien ohne Katalanischkenntnisse weder arbeiten noch studieren; Spanisch wird immer mehr verdrängt - und fast zur Fremdsprache.

Vielleicht auch deswegen, weil Sprache und Kultur Kataloniens während der spanischen Diktatur von General Francisco Franco (1939-1975) jahrzehntelang unterdrückt worden war. Wer in dieser Unmenschenzeit auf der Straße seine katalanische Muttersprache nutzte, musste mit Prügel und Pressionen rechnen. Die Wunden dieser Gleichschaltung Kataloniens unter Franco sitzen heute noch tief. So tief, dass die Anhänger einer lückenlosen Katalanisierung zuweilen übers Ziel hinausschießen und kleingeistiger Abschottung statt kultureller Öffnung den Weg bereiten.

Auch Kataloniens Verlegern, deren internationalem Ansehen und Einsatz die Einladung nach Frankfurt zu verdanken ist, sind alles andere als glücklich über diese politische „Entführung“ der Buchmesse. Antoni Comas, Chef der größten katalanischen Verlegervereinigung, ist enttäuscht. Schließlich sei die katalanische Kultur „nicht wegen einer Sprache, sondern wegen einer sehr starken Buchbranche“ eingeladen worden. Mehr als ein Drittel der spanischen Buchverlage sitzen in Katalonien, deren Hauptstadt Barcelona so etwas wie Spaniens Kultur- und Buchhauptstadt ist.„

Die Szene brodelt hier wie sonst nirgendwo in Spanien“, loben Literaturagenten. Mehr als die Hälfte aller in Spanien gedruckten Bücher stammen aus Katalonien - wobei die meisten freilich in spanischer Sprache publiziert werden. Auch der Export der spanischen Literatur nach Lateinamerika und in die USA, wo Spanisch nach Englisch die zweite Sprache ist, wird aus der Verlagsmetropole Barcelona gesteuert.
Josep Bargallo, Direktor des katalonischen Kulturinstituts Ramon Llull, für den offiziellen Auftritt der katalanischsprachigen Welt verantwortlich, hofft derweil, dass die internationale Literaturöffentlichkeit die „kulturelle und literarische Wirklichkeit“ dieses eigenwilligen Kulturkreises entdecken und schätzen werde. Und die gesellschaftliche Wirklichkeit besteht in der Tat darin, zu Spanien auf Distanz zu gehen.„
Die katalanische Literatur ist eine große Unbekannte“, sagt Buchmessen-Direktor Juergen Boos und verweist darauf, dass der eingeladene Kulturraum „zu den dynamischsten und innovativsten in Europa zählt“.
Der auf Spanisch veröffentlichende Katalane Javier Cercas, dessen Bürgerkriegsroman „Die Soldaten von Salamis“ ebenfalls schon länger in der deutschsprachigen Buchwelt Furore macht, hat keine Lust auf nationalistisch motivierte Kulturdebatten: Der katalanische wie der spanische Nationalismus seien so „heuchlerisch, so engstirnig und potenziell gefährlich wie alle Nationalismen“.